Dein Spaziergang beginnt und endet, wo du magst. Wenn dich ein Ort zum Stehenbleiben oder Hinsetzen einlädt, dann mach das. Wenn du magst, liest du dir den Bibeltext und die Andacht für diese Woche durch. Am besten so, dass du es hörst. Halte inne. Bewege die Gedanken in dir. Spüre Gott in dir nach. Er ist bei dir. Ganz gewiss.

Bibelwort zum Sonntag

„Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges auf den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen’s auf. Und einiges fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Und einiges fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten’s. Und einiges fiel auf gutes Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Als er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ (Lukas 8,5-8)

Andacht von Pastor Cord-Michael Thamm

Während ich mir diese Worte laut vorlese, sehe ich die Tapisserie aus unserer Thomaskirche vor meinen Augen: Der Weg ist zu sehen, auch die Vögel, die im Sturzflug herabfliegen. Ich erkenne auch den Felsen und das üppige Dornengestrüpp. Überall dort kommt der Samen nicht zum Zuge. Es ist traurig. Die Mühe des Sämanns scheint umsonst. Dann fällt mein Blick auf die gute Fläche dazwischen – ja es gibt sie. Es gibt dieses gute und ertragreiche Land – fruchtbar und golden leuchtend im Glanze der Sonnenstrahlen. Dort wächst es und sprießt es und gedeiht es. Es macht uns Menschen große Freude und gibt Gott Recht – und Ehre.

Ich mache viele solcher Erfahrungen in unserer Gemeinde: Es ist ja genau das unser Auftrag – meiner als Pastor, aber eben auch der eines jeden Christenmenschen – Gottes Wort zu sagen, das Wort des Lebens, der Liebe und der Vergebung weiterzusagen. Und wir geben es reichlich weiter – wie der Sämann im Gleichnis Jesu. Wir sparen nicht damit und schauen erst, wo Weg, wo Vögel, wo Felsen, wo Dornen sind und wo gutes Land ist und säen erst dann. Nein, wir sagen das gute Wort in jeder Situation, die sich uns bietet. Dieses Wort kommt von Gott. Und es bringt Segen. Zu den Menschen, die es nötig haben, ja, die es genau jetzt brauchen. Wir wussten es vorher nicht und haben es nicht berechnet. Wir haben es einfach gesagt. Und es erreicht sie. Und ihn. Und Gott befeuchtet es und lässt seine Sonne darauf scheinen. Und so beginnt etwas zu wachsen. Etwas ganz Wunderbares. Mitten unter uns. Es wächst bereits. Erkennst Du es denn nicht?

Gebet

Guter Vater im Himmel, / schenke uns reichlich von Deinem Wort. / Wir brauchen es, / wie die Luft zum Atmen, / um Trost zu finden, / Freude zu erfahren / und das Leben zu schmecken. Und dann: / Lass auch uns Dein Wort / reichlich weitersagen. / Amen

Segen

Gott segne und behüte Dich. / Gott gebe Dir sein Wort zur rechten Zeit. / Gott mache Dich bereit, sein Wort an viele weiterzugeben. / Amen.