Zur Stille kommen und Kraft schöpfen in der Kirche

Wo?                Altarraum der Matthäuskirche, Moorlandstraße 65

Wann?           dienstags, 19.15 – 19.45 Uhr, am 12.3., 26.3., 9.4. und 23.4.

Was?              Ritual der Besinnung und Kontemplation

Die sieben Wochen Fastenzeit vor Ostern möchten wir bewusst gestalten, um etwas Neues in unserem Leben auszuprobieren, um zu uns zu kommen und uns auf weniges Wesentliches zu konzentrieren. Fastenzeiten bieten einen begrenzten Rahmen, um zu reduzieren, um Routinen zu hinterfragen und zu ändern. Es ist gut, den Raum von bewährten Ritualen zu nutzen, um darin Kraft zu schöpfen.

Auf einer Karte können wir uns selbst ein Fastenthema notieren und uns so täglich erinnern.

Der  leuchtenden Kirchenraum Matthäus steht für alle Menschen offen, die mit uns in der Fastenzeit regelmäßig meditieren möchten – welcher Raum könnte für spirituelle Übungen  besser geeignet sein als ein Kirchenraum.

Wir treffen uns drei Mal vor Ostern und am Osterdienstag, jeweils 19.15 – 19.45 Uhr – auch die Teilnahme an einzelnen Terminen ist spontan möglich.

Der Ablauf:

Nachdem wir ab 19 Uhr in Ruhe angekommen sind, gibt es im Altarraum ein feststehendes Ritual aus meditativem Singen, einem Impuls, 10 Minuten Sitzen in Stille und einer Körperübung. Begleitet wird das Ritual durch ein persönliches Büchlein. Es enthält die Lieder, Texte und viele freie Seiten für eigene Gedanken. Gemeinsam mit einer Meditationskerze soll es dabei unterstützen, auch zuhause ein Ritual der Stille bewusst zu gestalten und zur Routine werden zu lassen.

Durch die Treffen in der Gruppe fällt es leichter, eine Routine zu entwickeln. Mit anderen Gruppenmitgliedern können Verabredungen getroffen werden, um sich selbst wirkungsvoller zu „überlisten“.

Hintergrund:

Viele Untersuchungen belegen, dass regelmäßige Meditation gesundheitliche Vorteile bringt. Es ist erwiesen, dass so der Gehirnbereich, der für den Umgang mit Gefühlen zuständig ist, besser durchblutet wird. Der Umgang mit Stress, Ängsten, Depressionen gelingt besser. Aktive Entspannung einzuüben hilft bei einem gesunden Leben. So nehmen unsere Empathie, unser Mitgefühl und unser Verständnis für andere,  aber auch für uns, zu.

Wir sind sicher, dass Seele und Geist von einem Routinetraining profitieren können. Genau wie wir im Reha-Sport oder im Fitness-Center Muskelgruppen trainieren und nach und nach Erfolge spüren, tut es uns gut, auch Konzentration in Stille zu trainieren, ganz zur Ruhe zu kommen und z.B. in Stille zu sitzen.

„In Übung bleiben“ – das ist in vielen Lebensbereichen wichtig. Sport, Musik, Fremdsprachen, ja, auch in Liebesbeziehungen. Wollen wir hier dauerhaft Erfolge erreichen, ist regelmäßiges Üben und Beharrlichkeit wichtig. Auch unser spirituelles Leben profitiert davon, eine Routine der Besinnung einzuüben. In vielen Religionen der Welt gibt es kontemplative, meditative Traditionen, auch im Christentum. An diese knüpft „Kraftraum Matthäus“ an. Dies hilft dabei, jeden Tag bewusst zu gestalten und z.B. mit positiven „Einreden“ (Anselm Grün) heilsame Gedankenhaltungen zu bestärken. Martin Luther sagte dazu:

„Das christliche Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden, nicht Sein, sondern Werden, nicht Ruhe, sondern eine Übung.“

Anmeldung:

muss nicht, kann aber gerne an eva.guese@gmx.de oder im Gemeindebüro, Moorlandstraße 63, 49088 Osnabrück, 0541-7 70 97 01, Bürozeiten: Di. – Do.: 9.00 bis 12.00 Uhr). Für Begleitbüchlein und Meditationskerze wird (wenn möglich) um einen Kostenbeitrag von 5 Euro gebeten, bitte passend zum ersten Termin mitbringen. Bitte –wenn möglich – eine Decke, ein Meditationskissen oder eine andere Sitzunterlage mitbringen. Es ist auch möglich, auf einem Stuhl zu sitzen.