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Dienstag – 30.3.2021

Photo by Tim Gouw on Unsplash

Passionszeit – Leidenszeit Jesu. Ich sehe seinen kaputten Körper vor mir. Ich denke an Jesus und an seine Wunden. Ich denke aber auch an meinen Körper. Wie sehe ich eigentlich aus? Wo hat mein Körper Wunden? Wo sieht was anders aus als bei anderen? Schäme ich mich dafür? Und wie schaue ich die Körper anderer Menschen an?

Körper sind unterschiedlich. Körper verändern sich im Laufe des Lebens. Oft ist uns das unangenehm. Das Leiden am eigenen Körper kann verschiedene Formen annehmen. Es kann einen richtig gefangen nehmen. Gefangen in den Grenzen des eigenen Körpers. Dann möchten wir heraus aus unserer Haut. Frei sein, ohne Grenzen. Leiden an den Grenzen des Körpers, an den Grenzen des Leibes. Aber genau diesen Leib meint Paulus. Wenn er uns erinnert: „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist? Der ist in euch, Gott hat ihn euch geschenkt.“ (1. Kor. 6,19)

Paulus mit seinen epileptischen Krämpfen, Jesus am Kreuz. Du und ich in unseren Körpern sind ein Tempel Gottes. Egal, wie der Körper außen und innen aussieht, für Gott ist er groß und schön genug. Er ist ein Raum für die Geistkraft Gottes. Er ist heiliger Raum, in dem ich Gott begegnen kann. Jeder Körper kann Lebensraum dieser Geistkraft sein, die belebt und tröstet. Und damit ist jeder Körper, jeder Mensch wertvoll – so wie er ist. Das zu erspüren, wünsche ich euch!

Diakonin Maren Mittelberg
Inklusionsbeauftragte KK Osnabrück

https://www.thomas-os.de/wp-content/uploads/3.-Maren-Dienstag.mp3

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