Dein Spaziergang beginnt und endet, wo du magst. Wenn dich ein Ort zum Stehenbleiben oder Hinsetzen einlädt, dann mach das. Wenn du magst, liest du dir den Bibeltext und die Andacht für diese Woche durch. Am besten so, dass du es hörst. Halte inne. Bewege die Gedanken in dir. Spüre Gott in dir nach. Er ist bei dir. Ganz gewiss.

Bibelwort zum Sonntag: Paulus‘ Rede auf dem Areopag

„Ihr Bürger von Athen! Nach allem, was ich sehe, seid ihr sehr fromme Leute. Ich bin durch die Stadt gegangen und habe mir eure heiligen Stätten angeschaut. Dabei habe ich auch einen Altar gefunden, auf dem stand: ›Für einen unbekannten Gott‹.

Das, was ihr da verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch. Es ist der Gott, der die Welt geschaffen hat und alles, was in ihr ist. Er ist der Herr über Himmel und Erde. Er wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand errichtet wurden. … Er ist es, der uns allen das Leben, den Atem und alles andere schenkt. … Er wollte, dass die Menschen nach ihm suchen – ob sie ihn vielleicht spüren oder entdecken können. Denn keinem von uns ist er fern. Durch ihn leben wir doch, bewegen wir uns und haben wir unser Dasein. Oder wie es einige eurer Dichter gesagt haben: ›Wir sind sogar von seiner Art.‹ Weil wir Menschen also von Gottes Art sind, dürfen wir uns nicht täuschen: Gott gleicht keineswegs irgendwelchen Bildern aus Gold, Silber oder Stein. Sie sind nur das Ergebnis menschlichen Könnens.

Nun – Gott sieht nachsichtig über die Zeiten hinweg, in denen die Menschen ihn nicht gekannt haben. Jetzt fordert er alle Menschen

an allen Orten auf, ihr Leben zu ändern. Er wird Gerechtigkeit walten lassen – durch den Mann, den er dazu bestimmt hat. Dass dieser Mann wirklich dafür bestimmt ist, hat Gott allen Menschen durch dessen Auferstehung von den Toten bewiesen.“ (Apostelgeschichte 17,22-34 i. A.)

Andacht von Pastor Matthias Groeneveld

Die Füße fest auf dem Boden, die Knie zittern, der Kopf ist erhoben – Paulus schaut in die Menge der Gelehrten. Er steht auf dem Areopag. Es ist der Ort in Athen, an dem die Gelehrten streiten, diskutieren, ihre Meinung kund tun.

Wird er – Paulus, ein einfacher Handwerker, ein Zeltmacher – wird er es schaffen, sie, die Gelehrten Athens, vom Glauben an Jesus Christus zu überzeugen?

Paulus zeigt Standfestigkeit, Mut und Entschlossenheit und bekennt so seinen christlichen Glauben. Bewundernswert. Er weiß, wo er steht, was ihm Halt und Sicherheit im Leben gibt. Paulus erzählt von seinem Glauben an Gott. Von dem, was ihm an diesem Glauben wichtig ist.

Paulus besteht auf dem Areopag in Athen, auch wenn er mit seiner Predigt nicht so viel Erfolg hatte wie in den anderen Städten, die er auf seiner Missionsreise besuchte: „Einige Leute schlossen sich ihm an und kamen zum Glauben. Unter ihnen war Dionysius, der dem Areopag angehörte, eine Frau namens Damaris und noch einige andere.“ (Apostelgeschichte 17,34) Das Wort Gottes, die gute Botschaft des Evangeliums, möge viele Menschen erreichen. Denn das Leben ist mehr als alle Regeln und Verbote. Es ist bestimmt durch die Hoffnung auf den Auferstandenen, der Leben schenkt, auch wenn alles um uns herum dunkel ist.

Segen

So segne dich Gott, / der Vater, der Sohn, der Geist. / Er schenke dir Hoffnung und Mut. / Er schenke dir seine Nähe und seine Liebe. / Amen.