Loccum, 16.11.2018 17:30 Uhr
8 Kirchenvorstandsmitglieder (KV-Mitglieder) treffen an der Ev. Heimvolkshochschule ein, jeder aus dem Dampf der Woche, dem Alltagsgeschehen heraus bereit, sich in den Dienst der Gemeinde zu stellen. Wir haben uns für das Wochenende viel vorgenommen. Es geht darum, die „Marschrichtung“ der Thomasgemeinde festzulegen. Nach dem Abendessen werden wir inhaltlich und „suchen“ unseren ganz persönlichen Platz in der Gemeinde, denn nur wenn man weiß, wo man steht, kann man auch entscheiden, wohin man gehen will. Abgerundet mit einer Andacht, in der uns noch mal deutlich wird, weshalb unser „Herz für diese Gemeinde brennt“ gehen wir spät abends gespannt auf den weiteren Verlauf dieser Klausur über in eine gemütliche Plauderrunde. Denn auch das ist wichtig: Sich gegenseitig kennen lernen um gut miteinander zu arbeiten.

Loccum, 17.11.2018
Der Samstag beginnt zeitig, wir haben Gäste: Jens Güse (vom KV gewählter Finanzbeauftragter) und Simon Bainbridge (vom KV gewählter Baubeauftragter) komplettieren unsere Runde und ab jetzt rauchen die Köpfe, denn es werden wichtige Standbeine der Thomasgemeinde beleuchtet und richtungsweisende Entscheidungen getroffen. Nur wenn die Finanzen in Ordnung sind und die Beschaffenheit der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten verinnerlicht werden, kann man Herzensangelegenheiten verwirklichen. Es muss ein guter Geist durch unseren Seminarraum hindurchgefegt sein. Manchmal elektrisiert ein Funke, eine Idee und entwickelt sich zu einer hoffnungsvollen Perspektive. Die Idee wird weitergesponnen, in Kleingruppen aufgenommen und Realisierungsvorschläge werden dokumentiert. Wenn dann noch kulinarisch keine Wünsche offen bleiben, kann man wohl von einem guten Tag sprechen. Auch nach einer langen Sitzung wird der Feierabend mit einer Andacht eingeläutet, um mit offenen Sinnen in die Nacht zu gehen.

Loccum, 18.11.2018
Mit einer Kirchenvorstandssitzung beginnen wir unsere Arbeit. Hier können Beschlüsse gefasst und Arbeitsaufträge vergeben werden. Ein „Fahrplan“ wird erstellt. Auch Praktisches wird erörtert: Das Abendmahl als ein zentraler Punkt im Gottesdienst bedarf einer „Ordnung“, die allen Beteiligten geläufig sein soll. Dies wird in einem Gottesdienst im Andachtsraum der Unterkunft gleich umgesetzt. Eine andere Kirchenvorstands-Gruppe aus Hermannsburg und wir gestalten gemeinsam diesen Gottesdienst. Wieder einmal wird uns klar, was „Christsein“ bedeutet: Gemeinschaft und Freundlichkeit, Annehmen und Teilen, Singen und Gebet. Es war der i-Punkt auf diese gelungene KV-Klausur, die von unserem Pastor Cord-Michael Thamm, unserem Diakon Kimm Herlyn und unserem stellvertretendem Kirchenvorstandsvorsitzenden Alexander Salim hervorragend vorbereitet und begleitet worden ist.

Vielen Dank für dieses Engagement, so kann man wirklich gut arbeiten.

Für den Kirchenvorstand
Christina Saft

Wenn in der katholischen Kirche ein neuer Papst gewählt wurde, heißt es: papam habemus, wir haben einen Papst. Sinngemäß könnten wir in der Thomasgemeinde jetzt auch auf lateinisch sagen: Presbyterium habemus, zu deutsch: wir haben einen Kirchenvorstand. Sie haben ihn am 11. März neu gewählt. Erfreulich war die Wahlbeteiligung von 8,51%. Damit liegt die Thomasgemeinde im Durchschnitt der vergangenen Wahlen. Das zeigt auch Ihr Interesse am Geschehen in ihrer Gemeinde.
Gewählt wurden:

  1. Dr. Reinhard Schmidt mit 106 Stimmen
  2. Silvia Bohnenkamp mit 105 Stimmen
  3. Barbara Westphälinger mit 99 Stimmen
  4. Christina Saft mit 84 Stimmen
  5. Alexander Salim mit 59 Stimmen

Die ersten vier Kandidatinnen und Kandidaten mit den meisten Stimmen sind jetzt gewählte Mitglieder des Kirchenvorstandes; der fünfte Kandidat ist Ersatzkirchenvorsteher und steht für eine Berufung zur Verfügung.

Zu den vier Gewählten werden noch zwei weitere Mitglieder in den nächsten Wochen in den Kirchenvorstand berufen. Dann ist unser Kirchenvorstand mit sechs Ehrenamtlichen und dem Pastor, der von Amts wegen dem Kirchenvorstand angehört, vollständig.

Der Kirchenvorstand ist aufgerufen die Gemeinde zu leiten und prägt dadurch das Gemeindeleben in allen seinen Belangen sehr wesentlich. Das reicht von der Gottesdienstgestaltung bis zu den Finanzen. Es ist also wichtig, wer in den kommenden sechs Jahren unsere Gemeinde leitet. Die jetzt Gewählten und die noch zu Berufenden werden dazu ihr Bestes geben. Der Kirchenvorstand ist dann mit erfahrenen und neuen Mitgliedern künftig gut besetzt. Dieser neue Kirchenvorstand wird die Geschicke unserer Gemeinde in den nächsten sechs Jahren gut lenken.

Der neue Kirchenvorstand wird am 03.06.2018 um 09.30 Uhr in einem feierlichen Gottesdienst in sein Amt eingeführt, bei dem auch der Chor der Thomasgemeinde singen wird.

Am 11.03.2018 wird auch der Kirchenvorstand der Thomasgemeinde neu gewählt. Wer steht zur Wahl? Die Kandidatinnen und Kandidaten wollen sich Ihnen in diesem Beitrag vorstellen. Auf unserer Sonderseite (hier entlang) erfahren Sie außerdem mehr zum Thema Wahl. Viel Spaß beim lesen.

Bohnenkamp, Silvia
Alter: 44
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder (Matthes 11 Jahre und Rieke Marie 9 Jahre)
Beruf: Kinderkrankenschwester
Das mag ich an der Thomaskirche:
Die Offenheit und die Wärme, die sie ausstrahlt – sowohl das Kirchgebäude als auch die Gemeinde
Bereiche, die mir besonders am Herzen liegen:
Besondere Gottesdienstformen, z.B. der FEIERabend-Gottesdienst,
alles rund um die Arbeit mit Kindern: Kita-Arbeit, Konfirmandenarbeit…

Saft, Christina
Alter: 47
Familienstand: verheiratet, zwei Töchter (Johanna 9 Jahre und Henriette 7 Jahre)
Beruf: Als Polizeibeamtin arbeite ich im Lage – und Führungszentrum der Polizeidirektion Osnabrück.
Das mag ich an der Thomaskirche:
Die Menschen. Mir ist dort sehr oft Freundlichkeit, Wertschätzung, Verständnis und Offenheit entgegengebracht worden. Wie ich empfinde, aus einem christlichen Selbstverständnis heraus.
Mir liegen besonders am Herzen:
Die Angebote der Gemeinde wie Bücherei, Treffpunkt Thomas, Chor, Jugendarbeit und Gottesdienste zu erhalten, voranzutreiben und zu begleiten in weiteren 6 Jahren Kirchenvorstandsarbeit.

Salim, Alexander
Alter: 43
Familienstand: verheiratet, 2 Kinder (Annika 9 Jahre, Florian 3 Jahre)
Beruf: Consultant CAFM („Computer Aided Facility Management” bzw. „IT-Berater im Bereich Gebäudemanagement”)
Das mag ich an der Thomaskirche:
Den vorurteilsfreien und offenen Umgang mit Menschen jeden Alters.
Mir liegt besonders am Herzen:
Die Förderung des menschlichen Miteinanders, Unterstützung bei den vielfältigen Angeboten der Thomaskirche und meine Fähigkeiten, Erfahrungen und Ideen in die Gemeindearbeit einbringen.

Schmidt, Reinhard
Alter: 59
Familienstand: mit Beate verheiratet, 4 Kinder (Stefanie 32 J., Benedikt 29 J., Matthias 25 J., Michael 24 J.) und 1 Enkelin (Thea fast 2 J.)
Beruf: Ich bin Chemiker und arbeite als Leiter Konstruktion beim Fensterprofilhersteller VEKA in Sendenhorst.
Das mag ich an der Thomaskirche:
Das freundliche Miteinander in der Kirche, die tolle Jugendarbeit, die unproblematische Umsetzung von Projekten, verbunden mit einer großen Hilfsbereitschaft.
Bereiche, die mir besonders am Herzen liegen:
Der Förderverein, der Gesprächskreis „Gott und die Welt“ und die Gottesdienste.

Westphälinger, Barbara
Alter: 57
Familienstand: Verwitwet, 3 Kinder
Beruf: Krankenschwester
Das mag ich an der Thomaskirche:
Die Begegnung mit unterschiedlichen Menschen und die Gottesdienste in unserem schönen Kirchraum.
Bereiche, die mir besonders am Herzen liegen:
Besonders am Herzen liegt mir die Büchereiarbeit und damit auch die Kinder- und Jugendarbeit.

Drei der bisherigen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher haben sich entschieden am 11. März 2018 erneut für den Kirchenvorstand zu kandidieren. Die „Kontakte“ hatten Gelegenheit, ihnen Fragen zu ihrer Person und ihrer Kandidatur zu stellen.

 

Kontakte: Christina, Du hast Dich entschieden bei der KV-Wahl am 11. März erneut für den Kirchenvorstand zu kandidieren. Was ist Dir besonders wichtig bei der Mitarbeit im Kirchenvorstand der Thomasgemeinde?

Christina Saft: Ja, weitere 6 Jahre…die standen zur Diskussion, nicht nur bei mir, sondern auch innerhalb der Familie. Denn wenn mich mein Mann und auch unsere mittlerweile schulpflichtigen Töchter nicht so unterstützen würden, könnte ich diese Aufgabe nicht weiter übernehmen. Da aber die Familie weiß und auch spürt, wie wichtig mir dieser „Job“ ist, gaben sie mir grünes Licht. Dafür ein dickes DANKE.

Wichtig ist mir, dass das Gremium des Kirchenvorstandes in den vergangenen 6 Jahren immer fair miteinander umgegangen ist. Dass wir auch unterschiedlicher Meinung sein und diese Meinungen nebeneinander stehen lassen konnten.

Dass wir konstruktiv waren, Entscheidungen demokratisch nach vorangegangener Diskussion getroffen haben, dass wir uns immer der Verantwortung bewusst waren, das hat mich die letzten 6 Jahre begleitet. Wichtig ist, dass wir verschiedene Stärken in die Kirchenvorstandsarbeit einbringen konnten, und dass diese Stärken auch von den jeweils anderen Mitgliedern des KV gesehen wurden.

Ebenso habe ich den Umgang miteinander in der gesamten Gemeinde immer als wertschätzend empfunden, so manches Mal war es ein wohltuender Gegenpol zu meinem beruflichen Alltag. Dieses Gefühl, ein Teil einer Gemeinschaft zu sein, deren Mittelpunkt mit meinem Lebensmittelpunkt übereinstimmt, trägt mich.

Kontakte: Gibt es Punkte, die in der zu Ende gehenden Legislaturperiode noch nicht abschließend behandelt werden konnten und für die Du Dich in der kommenden einsetzen möchtest?

Christina Saft: Wenn ich könnte, wie ich wollte, dann würde ich…

Leider hängt die Verwirklichung vieler Ideen und Pläne von der Finanzierung ab…Sicher gibt es immer bauliche Verbesserungen und Veränderungen, die angegangen werden müssen. Und dass es auch mal klappen kann, zeigt der Bau des Podestes oder die neue Küche und der neue Essraum in der Kita in der Dodesheide.

Dass es aber eben auch Projekte gibt, bei denen man einen langen Atem braucht, das ist nicht wegzudiskutieren. Der neue Jugendraum wäre eine Herzensangelegenheit von mir. Dass sich Kinder und Jugendliche in unserer Gemeinde willkommen und gut aufgehoben fühlen, das ist mir sehr wichtig. Dazu gehören Angebote, Anreize und eine warme Willkommenskultur, die meines Erachtens schon besteht, die aber auch gepflegt werden will. Ich wünsche mir Menschen, die mit Freude und Engagement mithelfen, die Gemeinde weiterhin lebendig, offen, warm und christlich zu repräsentieren.

Ich bin sehr gespannt auf das, was da kommt…und würde mich freuen, wenn sich der eine oder die andere angesprochen fühlt, mit uns gemeinsam für unsere Thomasgemeinde als Kirchenvorstand an den Start zu gehen.

Kontakte: Silvia, auch Du bist bereits 6 Jahre im Kirchenvorstand und kandidierst erneut. Du hast Dich sehr stark auch im Küsterteam und bei der Organisation von Gemeindeveranstaltungen wie zuletzt auch der Gemeindefreizeit mit Deinen Fähigkeiten eingesetzt. Was bedeutet für Dich die Mitarbeit im Kirchenvorstand, dem Leitungsgremium der Gemeinde?

Silvia Bohnenkamp: Die Mitarbeit im Kirchenvorstand bedeutet für mich ein aktives Mitgestalten der Gemeinde. Ich bin, wie schon erwähnt, ein Mensch, der sich gerne um Dinge kümmert und sie dann auch in die Hand nimmt. In der Thomas-Gemeinde gibt es immer etwas, um das sich gekümmert werden will. Im Kirchenvorstand sind Menschen mit ganz unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten. Ich empfinde diese Mischung als sehr bereichernd, es ist ein konstruktives Arbeiten in der Gruppe. Zum Leitungsgremium zu gehören bedeutet zwar auch, schwierige Entscheidungen treffen zu müssen, jedoch war immer das Gefühl der Einheit und des Zusammenstehens vorhanden. Ich kann mich auf jeden Fall als ganze Person dort einbringen und auch Dinge in Bewegung bringen.

Kontakte: Was möchtest Du interessierten Gemeindegliedern, die noch überlegen, ob sie ebenfalls für den Kirchenvorstand kandidieren möchten, sagen auf die Frage hin, was sie im KV der Thomasgemeinde erwartet und welche Gestaltungsspielräume sie haben werden?

Silvia Bohnenkamp: Ich habe die Thomaner als offen gegenüber Neuem erlebt. Vor sechs Jahren war auch ich noch den meisten unbekannt und trotzdem bin ich offen aufgenommen worden. Potentielle neue KV´ler werden das hoffentlich auch so erleben. Im Kirchenvorstand wird jeder so genommen, wie er / sie ist. Man lernt sich sehr gut kennen – wir verbringen doch recht viel Zeit miteinander. Abgesehen von rechtlichen und kirchengesetzlichen Vorgaben gestalten wir aktiv diese Gemeinde, das bedeutet, es gibt durchaus Gestaltungsspielräume. Wenn der KV feststellt, dass es etwas innerhalb der Gemeinde gibt, das verändert oder verbessert werden muss, dann wird mit eben dieser Gemeinde versucht, das Problem zu lösen. Kirchenvorstandsarbeit ist eine bereichernde Aufgabe, die mir viel Freude macht – sonst würde ich ja schließlich nicht noch einmal kandidieren!

Kontakte: Reinhard, Du bist Vorsitzender des Fördervereins der Thomaskirche und auch bereits seit 6 Jahren im Kirchenvorstand. Wie arbeiten Förderverein und Kirchenvorstand zusammen und wie profitiert ganz konkret die Gemeinde davon? Gibt es konkrete neue Projekte?

Reinhard Schmidt: Die Zusammenarbeit von Kirchenvorstand und Förderverein ist bei uns eng verzahnt. Der Vorsitzende (also ich) und der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins (Pastor Thamm) sind ja beide auch Mitglied im Kirchenvorstand und so sind finanzielle Fragen des Kirchenvorstands immer auch ein Thema für den Förderverein. Den Mittelpunkt des Fördervereins bildet die Vollversammlung, die immer Mitte März stattfindet. Das nächst Mal am 14.3.2018, wozu Mitglieder und Gäste ganz herzlich eingeladen sind. Auf der Vollversammlung werden die abgeschlossenen, alten Projekte besprochen und neue Projekte verabschiedet. Vorschläge bzw. Anträge können von jedem Mitglied zur Abstimmung gestellt werden.

In den Anfangsjahren wurde der Bau der Kirche und die Innenausstattung (Orgel, Ambo und Tapisserien) finanziell unterstützt. Seit meiner Amtsübernahme im Jahr 2013 haben wir die neue Beleuchtung der Tapisserien und den Beamer angeschafft. Die Kindergrabstelle in Haste wurde mitfinanziert und z.B. auch die Gardinen für den Gemeindesaal und die Nebenräume der Kirche. Da hat der gesamte Kirchenvorstand mitgemacht und wir haben dort das “Gardinendiplom” erhalten.

Im letzten Jahr wurde die Podesterweiterung, eine Erneuerung der Lautsprecheranlage und die Gesangbücher “Durch Hohes und Tiefes” als Ersatz für die blauen Mappen beschlossen.

Das Projekt “Podesterweiterung” ist ein schönes Beispiel, dass nicht nur der Vorstand Vorschläge zur Förderung zur Diskussion stellt. Das Projekt ist auf Initiative des Chors in die Vollversammlung gebracht worden und wird das Erscheinungsbild unserer Kirche sicher positiv verändern. Bei diesem Projekt geht es um eine Fördersumme von ca. 4.000 € vom Förderverein plus 2.500 € durch Spenden der Gemeindeglieder. Mitte Oktober hatten wir dafür das Geld zusammen bekommen. Hier haben Gemeinde und Förderverein wieder einmal ein gemeinsames Ziel erreicht!

Ja, welche Projekte könnte es demnächst geben?  Die Jugendarbeit ist sicher ein ganz wichtiger Aspekt. Bereits in der Ansparphase befindet sich ja der Container für die Jugend, der durch den Wegfall des Jugendraums in der Kita nötig wurde. Ich könnte mir da eine finanzielle Beteiligung vorstellen. Und auch eine Bezuschussung von Gemeindefreizeiten, so wie in diesem Jahr, sollte der Förderverein weiterführen. Werden auch Sie Mitglied im Förderverein und bringen Sie Ihre Vorschläge in der Vollversammlung ein! Ich freue mich auf Ihre Beteiligung!

Kontakte: Viele in der Gemeinde kennen Dich aus den Gottesdiensten, in denen Du, oft mit interessanten Einfällen und Ideen, die Gemeinde zu Beginn begrüßt. Man spürt, dass Dir dies große Freude bereitet. Was hat ein neuer Kirchenvorsteher / eine neue Kirchenvorsteherin neben dieser Aufgabe für weitere Aufgaben zu erwarten? Was wünschst Du Dir von neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern?

Reinhard Schmidt: Kirchenvorstandsarbeit ist für mich hauptsächlich Arbeit in und mit der Gemeinde. Vor oder nach dem Gottesdienst oder im Gesprächskreis kann man in Gesprächen von den Ideen und Problemen der Gemeindeglieder erfahren. Aber natürlich tauchen auch Fragen auf oder die eine oder andere Entscheidung aus dem Kirchenvorstand gilt es zu erläutern. Ein weiterer Aspekt ist die Arbeit im Kirchenvorstand an bestimmten Projekten, so habe ich z.B. die Verdunkelung des Gemeindesaals in die Hand genommen. Mein Arbeitgeber, die Firma VEKA aus Sendenhorst, hat damals die PVC-Schaumplatten dafür gespendet.

Und dann sind da natürlich die immer wiederkehrenden Aufgaben an bestimmten Fest- und Feiertagen oder Gemeindefesten: Bestuhlung stellen, Liederzettel verteilen, Würstchen grillen, Kollekte zählen usw. Da sind dann tatkräftige Hände gefragt. Aber jeder bringt immer etwas mit, das nützlich ist: mancher kann gut organisieren, der nächste kennt sich gut mit technischen Geräten aus oder jemand hat musikalische oder kreative Gaben. Natürlich gibt es einmal im Monat auch die KV-Sitzungen, wo die Weichen in der Gemeinde gestellt werden oder Entscheidungen getroffen werden müssen. Da sind wir zum Glück eine nette und manchmal auch lustige Runde.

Bei der nächsten Wahl werden leider einige der bisherigen KV-Mitglieder nicht mehr kandidieren, so dass ich gespannt bin auf einige neue Kandidatinnen und Kandidaten aus unserer tollen Gemeinde. Die Kandidaten sollten teamfähig sein und Interesse mitbringen, in der Kirche oder Gemeinde kleine und größere Aufgaben zu erledigen und ggf. Projekte zu begleiten oder zu organisieren. Aber keiner steht alleine – da findet sich immer jemand, der einen unterstützt. Kommen Sie in unser KV-Team – gemeinsam können wir einiges bewegen!

Kontakte: Herzlichen Dank für das Gespräch

 

Lust bekommen, auch zu kandidieren? Sie haben noch den Dezember, um sich zu informieren und sich eine Kandidatur zu überlegen! Sprechen Sie uns an.

 

Als ich vor sechs Jahren, mit Empfehlung unseres Diakones, gefragt wurde, ob ich den Kirchenvorstand der Thomasgemeinde verstärken möchte, war ich zunächst unsicher, ob ich es tun sollte. Natürlich war ich in der Kirche aktiv. Und dass man mich als jungen Vertreter fragte schmeichelte mir auch irgendwie. Aber genau das brachte mich auch zum Nachdenken. Sollte ich wirklich meine gesamte Freizeit für die Kirche opfern? Das war ein Gedanke der mich damals nicht los lies.

Das Ergebnis meiner Überlegungen kennen Sie ja. Ich schreibe Ihnen hier schließlich als Mitglied des Kirchenvorstandes. Und nun, wo sich die Amtszeit dem Ende nähert, kann ich sagen, dass viele meiner Gedanken unbegründet waren. Ganz im Gegenteil: Die Zeit im Kirchenvorstand und die Leute, die ich kennen lernen durfte, haben mich geprägt und gefördert.

Und auch der Aspekt „Zeit“, war weniger schlimm, als ich damals befürchtete. Natürlich ist es kein Spaziergang, jeden Monat stundenlang zu beraten, Gemeindefeste und andere Aktionen vorzubereiten und die Gottesdienste zu begleiten. Aber Team, was der Kirchenvorstand ja auch ist, ist das gar kein Problem. Wir haben schließlich alle unsere Stärken und Schwächen, die sich in diesem Vorstand gut ergänzt haben.

Ich werde auf diese Zeit immer positiv zurückblicken. Werde mich nun aber auch, mit dem Ende der Amtszeit, aus dem Amt verabschieden. Es ist sicherlich kein Abschied für immer. Ich werde der Gemeinde natürlich erhalten bleiben und mich weiter mit einbringen. Nur meinen Posten im Vorstand möchte ich gerne in andere Hände legen. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie, wie ich vor sechs Jahren, eine Kandidatur erwägen.

Bis bald!

Am 11. März 2018 wird der neue Kirchenvorstand der Thomasgemeinde gewählt. Das ist für mich Anlass, auf die vergangenen Jahre als Kirchenvorsteher zurückzublicken und Bilanz zu ziehen. Es werden im nächsten Jahr neun Jahre sein, die ich im Kirchenvorstand der Thomasgemeinde sein durfte.

Im Rückblick bereue ich meine damalige Entscheidung, für den Kirchenvorstand zu kandidieren, nicht. Ich habe in dieser Zeit sehr viel dazu gelernt und mitgestalten können. Ich habe einen Überblick über die Gemeinde und ihre Strukturen erhalten. Ich lernte auch die übergeordneten Kirchenstrukturen kennen, und konnte besser nachvollziehen und beurteilen, wie sich die Entscheidungsfindungen in der Kirche vollziehen. Ich konnte aber auch bei der Weiterentwicklung der Gemeinde mitarbeiten, meine Ideen einbringen und gemeinsam mit anderen nach den richtigen Entscheidungen suchen. Und dabei ging es nicht nur um organisatorische sondern auch um geistliche Dinge. Ganz bedeutend ist auch, dass ich durch meine Arbeit im Kirchenvorstand viele neue bereichernde Bekanntschaften und auch Freundschaften schließen konnte.

Ich werde nach meinen neun Kirchenvorstandsjahren nicht erneut kandidieren. Ich denke, eine kontinuierliche personelle Erneuerung tut einem solchen Gremium gut. Ich möchte aber nach all den guten und bereichernden Erfahrungen, die ich gemacht habe, alle dazu ermutigen, für den Kirchenvorstand zu kandidieren. Durch das Arbeiten im Team ist die zeitliche Beanspruchung vertretbar und sollte kein Grund sein, von einer Kandidatur Abstand zu nehmen. Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, sprechen Sie doch einfach eine oder einen von uns im Kirchenvorstand an.

Anfang 2018 stehen wieder Wahlen zum Kirchenvorstand in unserer Gemeinde und in der gesamten Landeskirche an.

Das Amt eines Kirchenvorstehers oder einer Kirchenvorsteherin bedeutet in unserer Kirche, in die Leitung der Gemeinde eintreten. Das bedeutet allerdings nicht, dass dazu irgendwelche formalen Qualifikationen erforderlich sind abgesehen von der Wählbarkeit nach dem Kirchengesetz. Jedes Gemeindemitglied kann sich zur Wahl stellen und sich nach seinen Fähigkeiten und Interessen dort einbringen.

Viele Jahre habe ich im Kirchenvorstand mitgewirkt. Die dort gesammelten Erfahrungen möchte ich nicht missen. Ich habe dabei gelernt mit vielen sehr unterschiedlichen Menschen umzugehen, Kontakte zu knüpfen und als Vorsitzender gelernt, ein Gremium zu leiten, in dem nicht immer alle derselben Meinung sind.

Es kommen im Kirchenvorstand die verschiedensten Aufgaben auf einen Kirchenvorsteher oder eine Kirchenvorsteherin zu, für die man auch Verantwortung übernehmen muss. Das reicht von Fragen zu den Gemeindefinanzen, zu baulichen Angelegenheiten und auch Personalfragen. Ganz wichtig aber ist, welches geistliche Profil soll unsere Gemeinde haben und wie werden Gottesdienste gestaltet und Gemeindeveranstaltungen abgehalten. Es ist also ein spannendes Betätigungsfeld.

Das Amt eines Kirchenvorstehers oder einer Kirchenvorsteherin gibt auch die Möglichkeit eigene Vorstellungen in das Gremium einzubringen und Problemlösungen herbeiführen. Dazu gehören manchmal auch schwierige Entscheidungen zum Beispiel bei der Wahl eines neuen Pastors, über die man Stillschweigen bewahren muss. Trotzdem steht jedes Kirchenvorstandsmitglied dazu der Gemeinde gegenüber in der Verantwortung.

Sicherlich muss man dafür auch einige Zeit investieren. Aber die Aufgaben werden auf mehrere Schultern verteilt. Mich hat dieses Amt bereichert und ich empfehle ihnen sich eine Kandidatur zu überlegen. Sie können davon nur profitieren.

Ihr Dietrich Haller.