Liebe Gemeinde,

gemäß der seit dem 22. Juni 2020 geltenden Verordnung des Landes Niedersachsen und der Empfehlungen der Landeskirche ermöglicht der Kirchenvorstand eine weitere langsame Öffnung der Thomaskirche.

Unter Einhaltung der weiter unten aufgeführten Schutzmaßnahmen werden weiterhin sonntägliche Andachten in der Thomaskirche gefeiert. Es ist Platz für 51 Besucher*innen. Die Mund-Nase-Maske darf während der Andacht abgenommen werden. Die Andachten am Mittwoch entfallen. Ab September werden wieder sonntägliche Gottesdienste in der Thomaskirche gefeiert.

Die einzelnen Anfangszeiten finden sie in unserem Kalender.

Die Predigten können auch weiterhin jeweils am Tag der Andacht hier eingesehen werden.

Die Schutzmaßnahmen finden Sie hier.

Wenn Sie eine Mund-Nasen-Maske für den privaten Gebrauch benötigen, nehmen Sie bitte direkt mit unserer Kirchenvorsteherin Christina Saft Kontakt auf.

Des Weiteren erlaubt der Kirchenvorstand ab dem 22. Juni 2020 wieder, dass einzelne Veranstaltungen und Treffen im Gemeindezentrum Thomaskirche stattfinden können.

Diese sind immer durch die jeweilige Leitungsperson im Vorfeld im Pfarrbüro bei Frau Schmidt oder Pastor Thamm anzumelden. Folgende verbindliche Hygiene-Regeln sind grundsätzlich einzuhalten:

Das „Hygiene-Konzept zur Öffnung der Thomaskirche“ finden Sie hier.

Die Termine der wieder stattfindenden Angebote finden Sie in unserem Kalender. Nähere Informationen erhalten Sie bei der jeweiligen Gruppenleitung.

Sowohl das Gemeindebüro als auch Pastor Thamm sind telefonisch und per E-mail erreichbar. Ob ein Treffen notwendig ist, wird im Einzelfall entschieden.

Über weitere Entwicklungen halten wir Sie hier auf der Homepage auf dem Laufenden.

Bleiben Sie behütet. Gott segne Sie!

Ihr Pastor Cord-Michael Thamm

Der Kirchenvorstand am 22.06.2020

Hier finden Sie die Handlungsempfehlungen des ev.-luth. Landeskirche Hannover.

Liebe Gemeinde,

gemäß der gültigen Verordnung des Landes Niedersachsen und der Empfehlungen der Landeskirche hat der Kirchenvorstand der Thomasgemeinde am 04.05.2020 folgenden Beschluss gefasst:

„Unter Einhaltung der weiter unten aufgeführten Schutzmaßnahmen wird mit der Feier von sonntäglichen Andachten in der Thomaskirche am 10. Mai 2020 begonnen, die nicht länger als 35 Min. dauern sollen.  Ebenso wird eine Andacht am Mittwoch um 17:00 angeboten. Diese Regelung gilt bis auf Weiteres.“

Die einzelnen Anfangszeiten finden sie in unserem Kalender.

Die Andachten können auch weiterhin jeweils am Tag der Andacht hier eingesehen werden.

Die Schutzmaßnahmen finden Sie hier.

Wenn Sie eine Mund-Nasen-Maske für den privaten Gebrauch benötigen, nehmen Sie bitte direkt mit unserer Kirchenvorsteherin Christina Saft auf (Tel. 0541 2 02 69 48).

Des Weiteren gilt weiterhin:

„Bis zum 30.06.2020 werden keine über Andachten hinausgehenden Veranstaltungen, insbesondere solche, bei denen gesungen wird, in der Thomaskirche stattfinden.“

Sowohl das Gemeindebüro als auch Pastor Thamm sind telefonisch und per E-mail erreichbar. Ob ein Treffen notwendig ist, wird im Einzelfall entschieden.

Über weitere Entwicklungen halten wir Sie hier auf der Homepage auf dem Laufenden.

Bleiben Sie behütet. Gott segne Sie!

Ihr Pastor Cord-Michael Thamm

Beschluss des Kirchenvorstandes vom 04.05.2020

Hier finden Sie die Handlungsempfehlungen des ev.-luth. Landeskirche Hannover

Geschlossene Kirchen, keine Gottesdienste und das Gemeindeleben steht auch still. Was bedeutet Corona eigentlich für die Pastoren? Wir haben nachgefragt bei Matthias Groeneveld und Cord-Michael Thamm

Die Entscheidung bis zum 19.4. keine Gottesdienste halten zu dürfen fiel am Freitag,  13. März. Erinnert ihr euch, wie ihr sie aufgenommen habt?

Cord-Michael Thamm (CMT): Ich kann mich gut erinnern. Wir trafen uns zu einer außerordentlichen KV-Sitzung. Einziger TOP: Maßnahmen zur Eindämmung er Ausbreitung des Coronavirus. Ich war mit der Vorstellung in die Sitzung gegangen, dass Andachten, z.B. im Wechsel in Thomas und Matthäus möglich bleiben würden. Doch mein KV war da glasklar. Keine halben Sachen. Die Thomaskirche wird geschlossen, also auch keine Andachten. Da musste ich schon schlucken und hab mich bei der Abstimmung der Stimme enthalten. Aber schon am Tag darauf hatte ich das Gefühl, dass dies eine richtige, gemeinsame Entscheidung war.

Matthias Groeneveld (MG): Als die Entscheidung getroffen wurde, waren Kimm, die Jugendlichen und ich gerade mit den Konfis auf Konfi-Freizeit. Für mich war das total merkwürdig: auf der einen Seite haben wir das komplette Gemeindeleben abgesagt und stillgelegt – ich war in der Zeit im ständigen Austausch mit Friedemann Neuhaus, meinem KV-Vorsitzenden – auf der anderen Seite haben wir eine ganz normale Konfi-Freizeit gehabt mit unglaublich toller Gemeinschaft und motivierten Jugendlichen.

Stichwort „Gemeindeleben stillgelegt“: Wie haltet ihr Kontakt zu den Gemeindegliedern oder zu den Kreisen und Gruppen? Wisst ihr, wie es den Leuten in eurer Gemeinde geht?

CMT: Ich finde es großartig, wie sich die Kreise innerhalb der Thomasgemeinde in dieser Zeit selbst organisiert haben. Die Gruppenleitenden telefonieren oder schreiben Mails. Andere haben zu Gründonnerstag Brot gebacken und an andere Gemeindeglieder in der Nachbarschaft verteilt, verbunden mit der Einladung, das Abendmahl als Hausabendmahl zu feiern. Wieder andere haben Gummibänder für diejenigen gesammelt, die Mund-Nasen-Masken nähen konnten. Mit diesen fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gemeinde habe ich in der zurückliegenden Zeit regelmäßig telefoniert und konkrete Bedarfe abgefragt. Mein Eindruck ist: Die meisten Menschen in der Gemeinde gehen mit dieser schwierigen Situation sehr verantwortungsvoll um. Sie freuen sich, wenn sie einen Anruf erhalten. Sie freuen sich, wenn Sie einen Brief vom Pastor erhalten. Sie freuen sich, dass sie sonntags zwar zu Hause aber gemeinsam mit vielen Andacht feiern können, die wir ja regelmäßig zu Verfügung stellen.

MG: Ich war im Gegensatz zu Cord ja nicht „Live dabei“, als alles ausfallen musste und unsere Gemeindeglieder mit der neuen Situation umzugehen lernen mussten. Diese Hochphase habe ich als Pastor so gar nicht miterlebt, weil ich genau da drei Wochen im Urlaub war. Als ich dann wieder im Dienst war, habe ich erst gemerkt, wie viel Tolles in der Zwischenzeit passiert ist – insgesamt aber auch in unserer Gemeinde: Über Online-Andachten und -Gottesdienste, gegenseitigen telefonischen Kontakt unter Gemeindegliedern und den einzelnen Kreisen, Anrufe bei unseren Gruppenleitern und -Leiterinnen, Briefe und andere Grüße, die untereinander verschickt werden, oder die Aktion mit den Fisch-Steinen. Und ich muss sagen, da war ich schon ziemlich stolz, wie kreativ die Menschen in unserer Gemeinde dabei waren, trotz aller Einschränkungen in Kontakt und verbunden zu bleiben.

Taufen und Hochzeiten lassen sich verschieben – so, wie auch die Konfirmationen in den beiden Gemeinden. Für Beerdigungen gilt das i.d.R. nicht. Die Beschränkung auf max. 10 Personen bei Trauerfeiern ist schmerzhaft. Wie erlebt ihr das?

CMT: Ich erlebe Gott sei Dank bisher keine Zunahme von Beerdigungen. Aber bei meiner ersten Trauerfeier in Corona-Zeiten hatte der Bestatter alles sehr liebevoll vor der Friedhofskapelle vorbereitet. Die Vögel zwitscherten, die Sonne strahlte. Es war wie bei einem Freiluftgottesdienst. Es gab einen Akkordeonspieler und wir haben gesungen. Das war sehr würdig und sehr tröstend, auch für mich in dieser Zeit – und vielleicht ja sogar auch für die Friedhofsmitarbeiter und Bestatter.

MG: Ich hatte nun schon mehrere Beerdigungen und muss Cord da zustimmen, dass die Bestatter draußen für die Trauerfeier alles sehr schön aufbauen. Viele schöne Blumen, dazu sitzt man draußen und – das muss man natürlich zugeben – das Wetter spielt zurzeit mit. Es gab sogar schon Rückmeldungen, dass man doch öfter Trauerfeiern draußen abhalten könne. Dass Hochzeiten verschoben werden, kann ich absolut verstehen. Auf Vieles müssten Paare verzichten, was neben der Trauung in der Kirche ja auch dazugehört: Umarmungen, die Feier, zum Teil auch Gäste aus dem Ausland.

Homeoffice kennt man als Pastor. Jetzt fallen Sitzungen, Kreise, Gottesdienste, Konfiarbeit etc. aus. Wie hat sich euer Arbeitsalltag durch Corona verändert?

MG: Statt in Sitzungen und Treffen wird nun alles per Telefon, Videokonferenz oder E-Mail geklärt. Ich finde, das funktioniert ganz gut. Wir haben eine Weise gefunden, dass wir so trotzdem zusammenarbeiten können. Und bis auf die Tatsache, dass ich zurzeit keine kompletten Gottesdienste vorbereite, hat sich mein Arbeitsalltag gar nicht so stark verändert. Zumindest stelle ich nicht fest, dass ich weniger ausgelastet wäre oder nichts zu tun hätte. Allerdings ist es auch so, dass lange und manchmal langwierige Sitzungen wegfallen. Telefon-Konferenzen sind anscheinend effektiver. Vielleicht liegt das daran, dass man mit seinem Gegenüber nicht so sehr interagieren kann und wir viel mehr auf Disziplin angewiesen sind. Dabei geht natürlich auch ein bisschen das Menschliche verloren… Insgesamt fällt es meiner Frau und mir vermutlich vergleichsweise leicht, unseren Corona-Alltag zu organisieren, da wir keine Kinder haben.

CMT:  Wir haben versucht, mit unseren Kindern für zu Hause einen neuen Ablauf zu verabreden. Mit festen Zeiten für Hausaufgaben und „Draußen-Zeit“. Seit es in Niedersachsen verbindliche Aufgaben gibt, die die Schulkinder in einer Cloud hochladen müssen, unterstützen Iveta und ich sie da an der einen und anderen Stelle. Meine Arbeitszeit muss ich daher noch flexibler organisieren und arbeite jetzt zu ganz verschiedenen Zeiten von zu Hause aus. Für Außenstehende ist das wahrscheinlich schwer nachzuvollziehen, aber es bedarf viel Zeit und Energie, Entscheidungen abzustimmen, das “Große und Ganze” in der Gemeinde im Blick zu behalten, Bedürfnisse und Bedarfe wahrzunehmen, gleichzeitig aber auch nicht in Aktionismus zu verfallen. Und einfach auch “auszuhalten”. Die Gespräche am Telefon haben in der Tat zugenommen. Überhaupt hat der Anteil der Seelsorge im Verhältnis zum Anteil der Gottesdienste kräftig zugenommen.

Momentan wird viel im und für das Internet produziert. Eben fiel das Wort „Aktionismus“. Fühlt ihr euch einem solchen “Druck zu Aktionen” ausgesetzt?

MG: Ich kann Cord da nur zustimmen! Als ich nach meinem Urlaub erst einmal nachgelesen habe, was in der Zwischenzeit alles passiert ist, habe ich diesen Aktionismus auch sehr stark wahrgenommen. Natürlich wollte ich keinesfalls ein Bremser sein, musste aber schon sehr genau schauen: was ist jetzt für meine Gemeinde und für mich richtig? Manchmal kam da schon das Gefühl: mache ich jetzt zu wenig? Dann habe ich mich mit Freunden kollegial und seelsorgerlich ausgetauscht und wir haben uns gegenseitig wieder geerdet. Als netter Nebeneffekt haben wir uns dabei noch gegenseitig Material und Tipps zugeschickt.

CMT: Mein Eindruck ist, dass viele Menschen es nur schwer aushalten können, in dieser Zeit bestimmte Dinge nicht machen zu können. Doch genau darum geht es: Wir befinden uns in einer besonderen Fastenzeit, die wir auch geistlich verstehen müssen. Das Gebet ist wichtig! Ja! Aber wir sollen es im Stillen tun. Es geht nicht darum, wer am lautesten ist, wer am meisten gesehen wird. Es geht um etwas ganz anderes: Dass wir dem Heiligen Geist in unserer Gemeinde, ja in unserer Gesellschaft in dieser Zeit eine Chance geben. Und das beginnt mit unserem Gebet. Jeweils in unseren Häusern. Und dann hoffentlich auch bald wieder in unseren Kirchen.

Ihr steht nicht mehr jeden Sonntag als Pastor vor der Gemeinde. Geistliche Impulse müssen nicht immer und unbedingt von Pastor*innen kommen. Verändert Corona euer Verständnis vom eigenen Amt?

MG: Das Selbstverständnis vom Amt hat sich nicht sehr gewandelt. Ich bin weiter für die Gemeinde und die Menschen, die hier leben, als ihr Pastor da, nur eben anders. Klar, die Begegnungen und Gespräche, die Nähe: das fehlt sehr und kann durch Telefonate und Mails nicht ersetzt werden. Als Pastor möchte ich das Engagement, das Ehrenamt und, ja, auch das Priestertum aller Gläubigen fördern. Ich finde, die Menschen in unseren Gemeinden haben da einen richtig guten Job gemacht und sehr viel gezeigt!

CMT: Da pflichte ich Matthias voll und ganz bei.

Was fehlt in dieser Situation am meisten?

MG: Wie sehr mir der Gottesdienst auch selbst fehlt, ist mir erst zu Karfreitag und Ostern richtig bewusst geworden. Als ich am Karfreitag zur Todesstunde Jesu die Glocken läutete und in der Kirche war, die Osterkerze erloschen ist, da habe ich schon gemerkt, wie sehr es jetzt fehlt, miteinander Gottesdienst zu feiern. Umso stärker noch in der Osternacht, die für mich und auch für meine Frau und ich denke noch viele mehr in der Gemeinde ein Highlight ist. Dieses Mal allein nachts die neue Osterkerze zu entzünden, das war schon komisch. Ich bin froh, dass wir Ostern in die Häuser getragen haben, indem wir viele kleine Osterkerzen in der Gemeinde verteilt haben. Und manche waren auch an der Matthäuskirche und haben sich ihre kleine Osterkerze dort abgeholt. Die Gemeinschaft und der Geist, die da spürbar waren, das war Ostern.

Was denkt ihr: Wie geht es nach Corona weiter: Genauso wie vorher? Anders? Wird Kirche vielleicht „entbehrlich“ geworden sein?

MG: Ich frage mich gerade ernsthaft, auch wenn das jetzt banal klingt, ob wir wieder dahin zurückkehren, uns gegenseitig die Hand zu geben. Über den Handschlag haben wir ja nun einiges gelernt im Hinblick auf Hygiene. Andererseits war Kirche immer noch der Ort, wo man sich zur Begrüßung und Verabschiedung die Hand gibt. Ich frage mich, ob wir dahin wieder zurückkehren…

CMT: Ich spüre, dass langsam eine “neue Normalität” um sich greift. Gestern ergab es sich, dass wir uns zu dritt, mit einer Kollegin aus der KiTa und der FaBi mit sicherem Abstand im Innenhof der Thomaskirche auf einen Kaffee getroffen haben. Es entfaltete sich ein ganz grundsätzliches Gespräch über die Zeit “danach”. Für mich hatte das etwas von einem “think tank” und ich bekam Lust, so etwas fortzusetzen. Vielleicht gelingt uns jetzt das, was uns im “Jahr der Freiräume” nicht gelungen ist, nämlich bestimmte Dinge auch sein zu lassen und Platz und Zeit für Neues zu haben. Auch glaube ich, dass wir die Zusammenarbeit zwischen der Thomasgemeinde und der Matthäusgemeinde vertiefen werden. Die Corona-Krise hat uns bisher aufgezeigt, dass vieles sehr viel mehr Sinn macht, wenn wir es gemeinsam machen. Wichtig wird bleiben, dass wir jeweils in den Gemeinden eng an den Menschen bleiben. Dass uns das auch in diesen schwierigen Zeiten ganz gut gelingt, macht mir Mut für die nächsten Wochen und Monate.

MG: Es wird nach Corona sicherlich nicht 1:1 weitergehen wie vorher. Die Pandemie, die Krise, alle Einschränkungen, eben alles, was dieses Jahr passiert ist und noch passieren wird, das wird uns sicherlich als Gesellschaft nachhaltig verändern. Für Kirche kann ich nur aus meiner Sicht sagen, dass ich nicht das Gefühl habe, dass sie entbehrlich geworden ist. Im Gegenteil: Ich nehme zum Beispiel sehr stark wahr, wie die öffentliche Diskussion über Gottesdienste geführt wird. Aber darauf will ich gar nicht hinaus. Ich habe das Gefühl, dass die Gemeinde noch stärker zusammen gewachsen ist. Die Verbundenheit und das Gemeinschaftsgefühl, nicht nur in unserer Gemeinde sondern z. B. auch mit der Thomasgemeinde und darüber hinaus, sind gewachsen. Wir haben schon viel gelernt und lernen gerade immer noch. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Geist uns dabei bewegt und uns auf die richtige Spur bringt.

(Die Fragen stellte Brigitte Neuhaus)

Liebe Gemeinde,

gemäß der gültigen Verordnung des Landes Niedersachsen und der Empfehlungen der Landeskirche hat der Kirchenvorstand der Thomasgemeinde am 20.04.2020 folgende Beschlüsse gefasst:

Bis zum 06.05.2020 bleibt die Thomaskirche geschlossen.

Bis zum 30.06.2020 werden keine über Andachten hinausgehenden Veranstaltungen, insbesondere solche, bei denen gesungen wird, in der Thomaskirche stattfinden.

Am 04.05.2020 wird der KV auf der Basis der Vorgaben der Landeskirche entscheiden, in welcher Form und in welcher Art und Weise Andachten in der Thomaskirche wieder gefeiert werden können. Frühestens ist dies am 10.05.2020 möglich.

Die Konfirmationsgottesdienste sind vom 10. Mai auf den 27. September 2020 verschoben worden.

Sowohl das Gemeindebüro als auch Pastor Thamm sind telefonisch und per E-mail erreichbar. Ob ein Treffen notwendig ist, wird im Einzelfall entschieden.

Über weitere Entwicklungen halten wir Sie hier auf der Homepage auf dem Laufenden.

Andachten für die Sonntage finden Sie hier. Sie können sich diese auch unter der Tel.-Nr. 0541 – 9393 3434 anhören.

Bleiben Sie behütet. Gott segne Sie!
Ihr Pastor Cord-Michael Thamm

Beschlüsse des Kirchenvorstandes vom 13.3.2020, 30.3.2020 und 20.4.2020

Hier finden Sie die Handlungsempfehlungen des ev.-luth. Landeskirche Hannover

Liebe Mitglieder der Thomasgemeinde,

Auch in diesem Jahr laden wir herzlich ein zu einer Gemeindeversammlung, wie es die Kirchengemeindeordnung vorsieht (KGO § 73, Absatz 1, vgl. auch neue Kirchenverfassung Artikel 29, Absatz 1). Die Gemeindeversammlung schließt sich an den Gemeindegottesdienst am 23. Februar an. Sie beginnt um 12.15 Uhr im Kirchsaal. Im Anschluss werden zwei verschiedene Suppen angeboten.

Bisher ist folgende Tagesordnung vorgesehen:

  1. Begrüßung
  2. Sachstand Kellerumbau
  3. Neues und Altes aus dem Gemeindeleben
  4. Dank und Verabschiedung
  5. Weihnachtsgottesdienste
  6. Visitation im März 2020
  7. Termine
  8. Verschiedenes

Auf der Gemeindeversammlung möchte der Kirchenvorstand berichten über seine Arbeit, langjährige, verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verabschieden und aufzeigen, in welchen Bereichen des Gemeindelebens eine Mitarbeit möglich und ausdrücklich erwünscht ist.
In dem Gottesdienst sollen auch die neuen Einklebeblätter in den Gesangbüchern in Gebrauch genommen werden, denen die Texte der Wechselgesänge im ev.-luth. Gottesdienst entnommen werden können. Ein großer Dank geht an den Förderverein, der den Druck derselben finanziell ermöglicht hat.

Wir freuen uns auf Sie!

Ergänzungen zur Tagesordnung teilen Sie mir bitte bis zum 27. Februar mit.

Ihr Pastor Cord-Michael Thamm, Vorsitzender des Kirchenvorstandes

Loccum, 16.11.2018 17:30 Uhr
8 Kirchenvorstandsmitglieder (KV-Mitglieder) treffen an der Ev. Heimvolkshochschule ein, jeder aus dem Dampf der Woche, dem Alltagsgeschehen heraus bereit, sich in den Dienst der Gemeinde zu stellen. Wir haben uns für das Wochenende viel vorgenommen. Es geht darum, die „Marschrichtung“ der Thomasgemeinde festzulegen. Nach dem Abendessen werden wir inhaltlich und „suchen“ unseren ganz persönlichen Platz in der Gemeinde, denn nur wenn man weiß, wo man steht, kann man auch entscheiden, wohin man gehen will. Abgerundet mit einer Andacht, in der uns noch mal deutlich wird, weshalb unser „Herz für diese Gemeinde brennt“ gehen wir spät abends gespannt auf den weiteren Verlauf dieser Klausur über in eine gemütliche Plauderrunde. Denn auch das ist wichtig: Sich gegenseitig kennen lernen um gut miteinander zu arbeiten.

Loccum, 17.11.2018
Der Samstag beginnt zeitig, wir haben Gäste: Jens Güse (vom KV gewählter Finanzbeauftragter) und Simon Bainbridge (vom KV gewählter Baubeauftragter) komplettieren unsere Runde und ab jetzt rauchen die Köpfe, denn es werden wichtige Standbeine der Thomasgemeinde beleuchtet und richtungsweisende Entscheidungen getroffen. Nur wenn die Finanzen in Ordnung sind und die Beschaffenheit der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten verinnerlicht werden, kann man Herzensangelegenheiten verwirklichen. Es muss ein guter Geist durch unseren Seminarraum hindurchgefegt sein. Manchmal elektrisiert ein Funke, eine Idee und entwickelt sich zu einer hoffnungsvollen Perspektive. Die Idee wird weitergesponnen, in Kleingruppen aufgenommen und Realisierungsvorschläge werden dokumentiert. Wenn dann noch kulinarisch keine Wünsche offen bleiben, kann man wohl von einem guten Tag sprechen. Auch nach einer langen Sitzung wird der Feierabend mit einer Andacht eingeläutet, um mit offenen Sinnen in die Nacht zu gehen.

Loccum, 18.11.2018
Mit einer Kirchenvorstandssitzung beginnen wir unsere Arbeit. Hier können Beschlüsse gefasst und Arbeitsaufträge vergeben werden. Ein „Fahrplan“ wird erstellt. Auch Praktisches wird erörtert: Das Abendmahl als ein zentraler Punkt im Gottesdienst bedarf einer „Ordnung“, die allen Beteiligten geläufig sein soll. Dies wird in einem Gottesdienst im Andachtsraum der Unterkunft gleich umgesetzt. Eine andere Kirchenvorstands-Gruppe aus Hermannsburg und wir gestalten gemeinsam diesen Gottesdienst. Wieder einmal wird uns klar, was „Christsein“ bedeutet: Gemeinschaft und Freundlichkeit, Annehmen und Teilen, Singen und Gebet. Es war der i-Punkt auf diese gelungene KV-Klausur, die von unserem Pastor Cord-Michael Thamm, unserem Diakon Kimm Herlyn und unserem stellvertretendem Kirchenvorstandsvorsitzenden Alexander Salim hervorragend vorbereitet und begleitet worden ist.

Vielen Dank für dieses Engagement, so kann man wirklich gut arbeiten.

Für den Kirchenvorstand
Christina Saft

Wenn in der katholischen Kirche ein neuer Papst gewählt wurde, heißt es: papam habemus, wir haben einen Papst. Sinngemäß könnten wir in der Thomasgemeinde jetzt auch auf lateinisch sagen: Presbyterium habemus, zu deutsch: wir haben einen Kirchenvorstand. Sie haben ihn am 11. März neu gewählt. Erfreulich war die Wahlbeteiligung von 8,51%. Damit liegt die Thomasgemeinde im Durchschnitt der vergangenen Wahlen. Das zeigt auch Ihr Interesse am Geschehen in ihrer Gemeinde.
Gewählt wurden:

  1. Dr. Reinhard Schmidt mit 106 Stimmen
  2. Silvia Bohnenkamp mit 105 Stimmen
  3. Barbara Westphälinger mit 99 Stimmen
  4. Christina Saft mit 84 Stimmen
  5. Alexander Salim mit 59 Stimmen

Die ersten vier Kandidatinnen und Kandidaten mit den meisten Stimmen sind jetzt gewählte Mitglieder des Kirchenvorstandes; der fünfte Kandidat ist Ersatzkirchenvorsteher und steht für eine Berufung zur Verfügung.

Zu den vier Gewählten werden noch zwei weitere Mitglieder in den nächsten Wochen in den Kirchenvorstand berufen. Dann ist unser Kirchenvorstand mit sechs Ehrenamtlichen und dem Pastor, der von Amts wegen dem Kirchenvorstand angehört, vollständig.

Der Kirchenvorstand ist aufgerufen die Gemeinde zu leiten und prägt dadurch das Gemeindeleben in allen seinen Belangen sehr wesentlich. Das reicht von der Gottesdienstgestaltung bis zu den Finanzen. Es ist also wichtig, wer in den kommenden sechs Jahren unsere Gemeinde leitet. Die jetzt Gewählten und die noch zu Berufenden werden dazu ihr Bestes geben. Der Kirchenvorstand ist dann mit erfahrenen und neuen Mitgliedern künftig gut besetzt. Dieser neue Kirchenvorstand wird die Geschicke unserer Gemeinde in den nächsten sechs Jahren gut lenken.

Der neue Kirchenvorstand wird am 03.06.2018 um 09.30 Uhr in einem feierlichen Gottesdienst in sein Amt eingeführt, bei dem auch der Chor der Thomasgemeinde singen wird.

Am 11.03.2018 wird auch der Kirchenvorstand der Thomasgemeinde neu gewählt. Wer steht zur Wahl? Die Kandidatinnen und Kandidaten wollen sich Ihnen in diesem Beitrag vorstellen. Auf unserer Sonderseite (hier entlang) erfahren Sie außerdem mehr zum Thema Wahl. Viel Spaß beim lesen.

Bohnenkamp, Silvia
Alter: 44
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder (Matthes 11 Jahre und Rieke Marie 9 Jahre)
Beruf: Kinderkrankenschwester
Das mag ich an der Thomaskirche:
Die Offenheit und die Wärme, die sie ausstrahlt – sowohl das Kirchgebäude als auch die Gemeinde
Bereiche, die mir besonders am Herzen liegen:
Besondere Gottesdienstformen, z.B. der FEIERabend-Gottesdienst,
alles rund um die Arbeit mit Kindern: Kita-Arbeit, Konfirmandenarbeit…

Saft, Christina
Alter: 47
Familienstand: verheiratet, zwei Töchter (Johanna 9 Jahre und Henriette 7 Jahre)
Beruf: Als Polizeibeamtin arbeite ich im Lage – und Führungszentrum der Polizeidirektion Osnabrück.
Das mag ich an der Thomaskirche:
Die Menschen. Mir ist dort sehr oft Freundlichkeit, Wertschätzung, Verständnis und Offenheit entgegengebracht worden. Wie ich empfinde, aus einem christlichen Selbstverständnis heraus.
Mir liegen besonders am Herzen:
Die Angebote der Gemeinde wie Bücherei, Treffpunkt Thomas, Chor, Jugendarbeit und Gottesdienste zu erhalten, voranzutreiben und zu begleiten in weiteren 6 Jahren Kirchenvorstandsarbeit.

Salim, Alexander
Alter: 43
Familienstand: verheiratet, 2 Kinder (Annika 9 Jahre, Florian 3 Jahre)
Beruf: Consultant CAFM („Computer Aided Facility Management” bzw. „IT-Berater im Bereich Gebäudemanagement”)
Das mag ich an der Thomaskirche:
Den vorurteilsfreien und offenen Umgang mit Menschen jeden Alters.
Mir liegt besonders am Herzen:
Die Förderung des menschlichen Miteinanders, Unterstützung bei den vielfältigen Angeboten der Thomaskirche und meine Fähigkeiten, Erfahrungen und Ideen in die Gemeindearbeit einbringen.

Schmidt, Reinhard
Alter: 59
Familienstand: mit Beate verheiratet, 4 Kinder (Stefanie 32 J., Benedikt 29 J., Matthias 25 J., Michael 24 J.) und 1 Enkelin (Thea fast 2 J.)
Beruf: Ich bin Chemiker und arbeite als Leiter Konstruktion beim Fensterprofilhersteller VEKA in Sendenhorst.
Das mag ich an der Thomaskirche:
Das freundliche Miteinander in der Kirche, die tolle Jugendarbeit, die unproblematische Umsetzung von Projekten, verbunden mit einer großen Hilfsbereitschaft.
Bereiche, die mir besonders am Herzen liegen:
Der Förderverein, der Gesprächskreis „Gott und die Welt“ und die Gottesdienste.

Westphälinger, Barbara
Alter: 57
Familienstand: Verwitwet, 3 Kinder
Beruf: Krankenschwester
Das mag ich an der Thomaskirche:
Die Begegnung mit unterschiedlichen Menschen und die Gottesdienste in unserem schönen Kirchraum.
Bereiche, die mir besonders am Herzen liegen:
Besonders am Herzen liegt mir die Büchereiarbeit und damit auch die Kinder- und Jugendarbeit.

Drei der bisherigen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher haben sich entschieden am 11. März 2018 erneut für den Kirchenvorstand zu kandidieren. Die „Kontakte“ hatten Gelegenheit, ihnen Fragen zu ihrer Person und ihrer Kandidatur zu stellen.

 

Kontakte: Christina, Du hast Dich entschieden bei der KV-Wahl am 11. März erneut für den Kirchenvorstand zu kandidieren. Was ist Dir besonders wichtig bei der Mitarbeit im Kirchenvorstand der Thomasgemeinde?

Christina Saft: Ja, weitere 6 Jahre…die standen zur Diskussion, nicht nur bei mir, sondern auch innerhalb der Familie. Denn wenn mich mein Mann und auch unsere mittlerweile schulpflichtigen Töchter nicht so unterstützen würden, könnte ich diese Aufgabe nicht weiter übernehmen. Da aber die Familie weiß und auch spürt, wie wichtig mir dieser „Job“ ist, gaben sie mir grünes Licht. Dafür ein dickes DANKE.

Wichtig ist mir, dass das Gremium des Kirchenvorstandes in den vergangenen 6 Jahren immer fair miteinander umgegangen ist. Dass wir auch unterschiedlicher Meinung sein und diese Meinungen nebeneinander stehen lassen konnten.

Dass wir konstruktiv waren, Entscheidungen demokratisch nach vorangegangener Diskussion getroffen haben, dass wir uns immer der Verantwortung bewusst waren, das hat mich die letzten 6 Jahre begleitet. Wichtig ist, dass wir verschiedene Stärken in die Kirchenvorstandsarbeit einbringen konnten, und dass diese Stärken auch von den jeweils anderen Mitgliedern des KV gesehen wurden.

Ebenso habe ich den Umgang miteinander in der gesamten Gemeinde immer als wertschätzend empfunden, so manches Mal war es ein wohltuender Gegenpol zu meinem beruflichen Alltag. Dieses Gefühl, ein Teil einer Gemeinschaft zu sein, deren Mittelpunkt mit meinem Lebensmittelpunkt übereinstimmt, trägt mich.

Kontakte: Gibt es Punkte, die in der zu Ende gehenden Legislaturperiode noch nicht abschließend behandelt werden konnten und für die Du Dich in der kommenden einsetzen möchtest?

Christina Saft: Wenn ich könnte, wie ich wollte, dann würde ich…

Leider hängt die Verwirklichung vieler Ideen und Pläne von der Finanzierung ab…Sicher gibt es immer bauliche Verbesserungen und Veränderungen, die angegangen werden müssen. Und dass es auch mal klappen kann, zeigt der Bau des Podestes oder die neue Küche und der neue Essraum in der Kita in der Dodesheide.

Dass es aber eben auch Projekte gibt, bei denen man einen langen Atem braucht, das ist nicht wegzudiskutieren. Der neue Jugendraum wäre eine Herzensangelegenheit von mir. Dass sich Kinder und Jugendliche in unserer Gemeinde willkommen und gut aufgehoben fühlen, das ist mir sehr wichtig. Dazu gehören Angebote, Anreize und eine warme Willkommenskultur, die meines Erachtens schon besteht, die aber auch gepflegt werden will. Ich wünsche mir Menschen, die mit Freude und Engagement mithelfen, die Gemeinde weiterhin lebendig, offen, warm und christlich zu repräsentieren.

Ich bin sehr gespannt auf das, was da kommt…und würde mich freuen, wenn sich der eine oder die andere angesprochen fühlt, mit uns gemeinsam für unsere Thomasgemeinde als Kirchenvorstand an den Start zu gehen.

Kontakte: Silvia, auch Du bist bereits 6 Jahre im Kirchenvorstand und kandidierst erneut. Du hast Dich sehr stark auch im Küsterteam und bei der Organisation von Gemeindeveranstaltungen wie zuletzt auch der Gemeindefreizeit mit Deinen Fähigkeiten eingesetzt. Was bedeutet für Dich die Mitarbeit im Kirchenvorstand, dem Leitungsgremium der Gemeinde?

Silvia Bohnenkamp: Die Mitarbeit im Kirchenvorstand bedeutet für mich ein aktives Mitgestalten der Gemeinde. Ich bin, wie schon erwähnt, ein Mensch, der sich gerne um Dinge kümmert und sie dann auch in die Hand nimmt. In der Thomas-Gemeinde gibt es immer etwas, um das sich gekümmert werden will. Im Kirchenvorstand sind Menschen mit ganz unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten. Ich empfinde diese Mischung als sehr bereichernd, es ist ein konstruktives Arbeiten in der Gruppe. Zum Leitungsgremium zu gehören bedeutet zwar auch, schwierige Entscheidungen treffen zu müssen, jedoch war immer das Gefühl der Einheit und des Zusammenstehens vorhanden. Ich kann mich auf jeden Fall als ganze Person dort einbringen und auch Dinge in Bewegung bringen.

Kontakte: Was möchtest Du interessierten Gemeindegliedern, die noch überlegen, ob sie ebenfalls für den Kirchenvorstand kandidieren möchten, sagen auf die Frage hin, was sie im KV der Thomasgemeinde erwartet und welche Gestaltungsspielräume sie haben werden?

Silvia Bohnenkamp: Ich habe die Thomaner als offen gegenüber Neuem erlebt. Vor sechs Jahren war auch ich noch den meisten unbekannt und trotzdem bin ich offen aufgenommen worden. Potentielle neue KV´ler werden das hoffentlich auch so erleben. Im Kirchenvorstand wird jeder so genommen, wie er / sie ist. Man lernt sich sehr gut kennen – wir verbringen doch recht viel Zeit miteinander. Abgesehen von rechtlichen und kirchengesetzlichen Vorgaben gestalten wir aktiv diese Gemeinde, das bedeutet, es gibt durchaus Gestaltungsspielräume. Wenn der KV feststellt, dass es etwas innerhalb der Gemeinde gibt, das verändert oder verbessert werden muss, dann wird mit eben dieser Gemeinde versucht, das Problem zu lösen. Kirchenvorstandsarbeit ist eine bereichernde Aufgabe, die mir viel Freude macht – sonst würde ich ja schließlich nicht noch einmal kandidieren!

Kontakte: Reinhard, Du bist Vorsitzender des Fördervereins der Thomaskirche und auch bereits seit 6 Jahren im Kirchenvorstand. Wie arbeiten Förderverein und Kirchenvorstand zusammen und wie profitiert ganz konkret die Gemeinde davon? Gibt es konkrete neue Projekte?

Reinhard Schmidt: Die Zusammenarbeit von Kirchenvorstand und Förderverein ist bei uns eng verzahnt. Der Vorsitzende (also ich) und der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins (Pastor Thamm) sind ja beide auch Mitglied im Kirchenvorstand und so sind finanzielle Fragen des Kirchenvorstands immer auch ein Thema für den Förderverein. Den Mittelpunkt des Fördervereins bildet die Vollversammlung, die immer Mitte März stattfindet. Das nächst Mal am 14.3.2018, wozu Mitglieder und Gäste ganz herzlich eingeladen sind. Auf der Vollversammlung werden die abgeschlossenen, alten Projekte besprochen und neue Projekte verabschiedet. Vorschläge bzw. Anträge können von jedem Mitglied zur Abstimmung gestellt werden.

In den Anfangsjahren wurde der Bau der Kirche und die Innenausstattung (Orgel, Ambo und Tapisserien) finanziell unterstützt. Seit meiner Amtsübernahme im Jahr 2013 haben wir die neue Beleuchtung der Tapisserien und den Beamer angeschafft. Die Kindergrabstelle in Haste wurde mitfinanziert und z.B. auch die Gardinen für den Gemeindesaal und die Nebenräume der Kirche. Da hat der gesamte Kirchenvorstand mitgemacht und wir haben dort das “Gardinendiplom” erhalten.

Im letzten Jahr wurde die Podesterweiterung, eine Erneuerung der Lautsprecheranlage und die Gesangbücher “Durch Hohes und Tiefes” als Ersatz für die blauen Mappen beschlossen.

Das Projekt “Podesterweiterung” ist ein schönes Beispiel, dass nicht nur der Vorstand Vorschläge zur Förderung zur Diskussion stellt. Das Projekt ist auf Initiative des Chors in die Vollversammlung gebracht worden und wird das Erscheinungsbild unserer Kirche sicher positiv verändern. Bei diesem Projekt geht es um eine Fördersumme von ca. 4.000 € vom Förderverein plus 2.500 € durch Spenden der Gemeindeglieder. Mitte Oktober hatten wir dafür das Geld zusammen bekommen. Hier haben Gemeinde und Förderverein wieder einmal ein gemeinsames Ziel erreicht!

Ja, welche Projekte könnte es demnächst geben?  Die Jugendarbeit ist sicher ein ganz wichtiger Aspekt. Bereits in der Ansparphase befindet sich ja der Container für die Jugend, der durch den Wegfall des Jugendraums in der Kita nötig wurde. Ich könnte mir da eine finanzielle Beteiligung vorstellen. Und auch eine Bezuschussung von Gemeindefreizeiten, so wie in diesem Jahr, sollte der Förderverein weiterführen. Werden auch Sie Mitglied im Förderverein und bringen Sie Ihre Vorschläge in der Vollversammlung ein! Ich freue mich auf Ihre Beteiligung!

Kontakte: Viele in der Gemeinde kennen Dich aus den Gottesdiensten, in denen Du, oft mit interessanten Einfällen und Ideen, die Gemeinde zu Beginn begrüßt. Man spürt, dass Dir dies große Freude bereitet. Was hat ein neuer Kirchenvorsteher / eine neue Kirchenvorsteherin neben dieser Aufgabe für weitere Aufgaben zu erwarten? Was wünschst Du Dir von neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern?

Reinhard Schmidt: Kirchenvorstandsarbeit ist für mich hauptsächlich Arbeit in und mit der Gemeinde. Vor oder nach dem Gottesdienst oder im Gesprächskreis kann man in Gesprächen von den Ideen und Problemen der Gemeindeglieder erfahren. Aber natürlich tauchen auch Fragen auf oder die eine oder andere Entscheidung aus dem Kirchenvorstand gilt es zu erläutern. Ein weiterer Aspekt ist die Arbeit im Kirchenvorstand an bestimmten Projekten, so habe ich z.B. die Verdunkelung des Gemeindesaals in die Hand genommen. Mein Arbeitgeber, die Firma VEKA aus Sendenhorst, hat damals die PVC-Schaumplatten dafür gespendet.

Und dann sind da natürlich die immer wiederkehrenden Aufgaben an bestimmten Fest- und Feiertagen oder Gemeindefesten: Bestuhlung stellen, Liederzettel verteilen, Würstchen grillen, Kollekte zählen usw. Da sind dann tatkräftige Hände gefragt. Aber jeder bringt immer etwas mit, das nützlich ist: mancher kann gut organisieren, der nächste kennt sich gut mit technischen Geräten aus oder jemand hat musikalische oder kreative Gaben. Natürlich gibt es einmal im Monat auch die KV-Sitzungen, wo die Weichen in der Gemeinde gestellt werden oder Entscheidungen getroffen werden müssen. Da sind wir zum Glück eine nette und manchmal auch lustige Runde.

Bei der nächsten Wahl werden leider einige der bisherigen KV-Mitglieder nicht mehr kandidieren, so dass ich gespannt bin auf einige neue Kandidatinnen und Kandidaten aus unserer tollen Gemeinde. Die Kandidaten sollten teamfähig sein und Interesse mitbringen, in der Kirche oder Gemeinde kleine und größere Aufgaben zu erledigen und ggf. Projekte zu begleiten oder zu organisieren. Aber keiner steht alleine – da findet sich immer jemand, der einen unterstützt. Kommen Sie in unser KV-Team – gemeinsam können wir einiges bewegen!

Kontakte: Herzlichen Dank für das Gespräch

 

Lust bekommen, auch zu kandidieren? Sie haben noch den Dezember, um sich zu informieren und sich eine Kandidatur zu überlegen! Sprechen Sie uns an.

 

Als ich vor sechs Jahren, mit Empfehlung unseres Diakones, gefragt wurde, ob ich den Kirchenvorstand der Thomasgemeinde verstärken möchte, war ich zunächst unsicher, ob ich es tun sollte. Natürlich war ich in der Kirche aktiv. Und dass man mich als jungen Vertreter fragte schmeichelte mir auch irgendwie. Aber genau das brachte mich auch zum Nachdenken. Sollte ich wirklich meine gesamte Freizeit für die Kirche opfern? Das war ein Gedanke der mich damals nicht los lies.

Das Ergebnis meiner Überlegungen kennen Sie ja. Ich schreibe Ihnen hier schließlich als Mitglied des Kirchenvorstandes. Und nun, wo sich die Amtszeit dem Ende nähert, kann ich sagen, dass viele meiner Gedanken unbegründet waren. Ganz im Gegenteil: Die Zeit im Kirchenvorstand und die Leute, die ich kennen lernen durfte, haben mich geprägt und gefördert.

Und auch der Aspekt „Zeit“, war weniger schlimm, als ich damals befürchtete. Natürlich ist es kein Spaziergang, jeden Monat stundenlang zu beraten, Gemeindefeste und andere Aktionen vorzubereiten und die Gottesdienste zu begleiten. Aber Team, was der Kirchenvorstand ja auch ist, ist das gar kein Problem. Wir haben schließlich alle unsere Stärken und Schwächen, die sich in diesem Vorstand gut ergänzt haben.

Ich werde auf diese Zeit immer positiv zurückblicken. Werde mich nun aber auch, mit dem Ende der Amtszeit, aus dem Amt verabschieden. Es ist sicherlich kein Abschied für immer. Ich werde der Gemeinde natürlich erhalten bleiben und mich weiter mit einbringen. Nur meinen Posten im Vorstand möchte ich gerne in andere Hände legen. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie, wie ich vor sechs Jahren, eine Kandidatur erwägen.

Bis bald!